Rowing Matters

Aus dem Training eines Freizeit-Ruderers: Ein Blog über Training, Rudertechnik und Ausrüstung.

Ruderbootstransport auf dem Autodach: alles im und am Auto dabei

Ich habe meinen LiteRiver schon öfter auf dem Autodach transportiert. Nun hatte ich aber zum ersten Mal alles dabei: Boot, Skulls, Ausleger, Böcke und mehr.

Thilo

5 Minuten

Boot und Ruder auf dem Autodach

Wie gesagt über Ostern war ich mit meinem Einer auf der Friesischen Seenplatte in den Niederlanden rudern. Dazu hatte ich zum ersten Mal alles was ich zum Rudern brauche dabei, also Boot, Ruder, Ausleger und Böcke. Außerdem waren meine Frau und Schwiegermutter samt Gepäck dabei. Hier möchte ich berichten, wie gut oder schlecht der Transport verlief.

Auf dem Autodach

Um es vorweg zu nehmen: Auf dem Dach wurde es enger, als ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte. Ich habe mir den Dachgepacktäger vor dem Boot gekauft, um es abholen zu können. Im Nachhinein hätte ich zu einem anderen Modell gegriffen.

Aber der Reihe nach: Ich fahre übrigens einen Seat Leon als Kombi. Also nicht ganz klein, aber sicher nicht groß.

Dachgepäckträger und Halterungen

Ich habe mich für ein Modell von Thule entschieden, da ich hier die größte Kompatibilität mit Zubehör, auch von Dritten, erwartet habe. Konkret habe ich mich für die Wingbar Edge entschieden.

Um die Skulls möglichst einfach auf dem Autodach befestigen zu können, habe ich mir noch den “Thule Surf Carrier 833” / das Thule Sailboard Rack gegönnt (ich habe dazu beide Bezeichnungen gefunden). Dies besteht aus:

  • Vier Halterungen für Windsurf-Maste.
  • Außerdem noch zwei Gummi-Polsterungen für die Surfbretter.
  • Zwei Spanngurte - davon kann man ja auch nie genug haben.

Thule selbst bietet noch andere Halterungen für runde lange Gegenstände an. Ich habe mich für dieses Set entscheiden - der Preis schien gerade noch vernünftig.

Wenn man die Dachträger montiert, stellt man schnell fest, dass der hintere deutlich kürzer ist - zumindest bei meinem Auto. So bleiben mir hintern 74 cm “Ladekante”. Mein Boot, der LiteRIVER, ist 60 cm breit - und liegt dort auch mit 60 cm auf. D.h. für die Skulls bleiben noch 14 cm.

Die Ruder-/Masthalterungen sind auch nicht so schmal wie mein meint. Zur Arretierung haben diese seitlich noch einen Hebel, der auch Platz benötigt - erst recht, wenn man ihn auch bedienen möchte.

Aber: es ging gerade so gut aus. Hätte ich auch nur 2 mm mehr benötigt, hätte ich mir etwas einfallen lassen müssen. Dazu hätte ich ein paar Ideen gehabt, aber so war es besser.

Es hat gepasst, da das Boot innen am Dollbord (ich nenne das mal so), aufliegt. So konnte das Dollbord außen über die Kunststoffabdeckung des Dachträgers herüberragen. Um Scheuern am Boot zu vermeiden, habe ich mir noch einen Streifen Fasertape gegönnt.

Hintere Befestigung des Bootes auf dem Autodach.
Hintere Befestigung des Bootes auf dem Autodach.

Das Boot

Das Boot selbst lag mit dem Bug nach vorne auf dem Dach, so dass Bug von Auto und Boot bündig abschließen. Leider lässt sich dann der Kofferraum nicht mehr weit öffnen. Das ist kein großes Problem, aber unpraktisch. Zumindest die Böcke wird man oft als letztes verstauen wollen.

Hinten ragt der LiteRIVER dann bei mir ca. einen Meter über.

Die Skulls

Die Skulls habe ich mit dem Blatt nach vorne befestigt. Das hat mit dem Kofferraum besser gepasst. In die Thule-Halterungen haben sie ganz ordentlich gepasst. Hinten habe ich sie an der Manschette befestigt. So hatten sie guten halt. Der Schaft am Blatt ist ein wenig zu schmal für die Halterungen, aber gerade noch ausreichend. Ich musste nichts dazwischen klemmen.

Mit den Halterungen bin ich zufrieden.

Hintere Befestigung der Skulls auf dem Autodach.
Hintere Befestigung der Skulls auf dem Autodach.

Im Auto

Im Auto galt es den Flügelausleger zu verstauen. Das Ding ist ganz schön sperrig und kann im Auto viel Platz einnehmen. Die Dollen im Skullboot haben einen Abstand von ca. 1,60 m - er Ausleger ist also auch so breit. In der Bootshalle geht das, aber sonst ist das Ding einfach unhandlich.

Aber auch das ging ganz gut: Ich konnte den Ausleger gerade hochkant aufstellen. Dabei habe ich eine Dolle im Fußraum hinter dem Fahrersitzt positioniert. Die andere im Kofferraum. So lehnte der Ausleger an der hinteren Tür und ich musste nur den kleineren Teil der Sitzbank umklappen. Sogar die Kofferraumabdeckung konnte bleiben - sie musste nur zum Ein- und Ausladen weichen.

Böcke und Bootswagen

Schließlich hatte ich noch zwei Böcke und meinen Bootswagen dabei. Hier war ich echt überrascht: das konnte ich alles im Zwischenraum unter dem Kofferraumboden unterbringen. Den Wagen habe ich dazu natürlich auseinandergenommen.

Fazit

Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Mein ursprünglicher Beladeplan ging gerade so auf. Wenn ich mir heute einen Dachträger kaufen würde, wäre dieser wohl etwas breiter.

Aber es hat gepasst. Durch die Gummilippe des Trägers hält das Boot sehr fest auf dem Dach. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich erste leichte Spuren am Boot entdeckt habe wo es während des Transports auflag. Daher werde ich zukünftig vielleicht die Polster des Surf Carriers nutzen. Oder ganz traditionell ein Stück Teppich.

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