Rowing Matters

Aus dem Training eines Freizeit-Ruderers: Ein Blog über Training, Rudertechnik und Ausrüstung.

Alle Jahre wieder: Der Gelcoat ist ab

Kein Jahr hat es gehalten: Die Reparatur der Macke am Bug. Nun wurde es Zeit für die zweite Reparatur.

Thilo

Lesezeit: 4 Minuten

Die Macke von der Mosel

Die Mosel ist schuld

Im Mai habe ich noch von meiner Exkursion zur Mosel berichtet. Zugegeben, in der Zwischenzeit war ich etwas schreibfaul. Seitdem war ich noch ein weiteres Mal auf der Mosel und ich habe einige Hundert Kilometer an der Roseninsel in Bad Kreuznach absolviert.

Was ich von meiner Moselwanderfahrt bisher nicht berichtet habe: meine Gelcoat-Reparatur des vergangenen Sommers hat sich gelöst. Dieselbe Macke ist wieder da. Ich kann nicht mal berichten, wie es passiert ist. Ich habe den Schaden erst beim Aufladen bemerkt.

Die Reparatur

Bevor es nun in der Garage zu kalt und auch zu ungemütlich wird, habe ich mich nun an die Reparatur gemacht. Ich hatte noch Gelcoat und Härter vom letzten Mal übrig. Leider fühlte sich der Gelcoat nicht mehr so richtig taufrisch an. So ganz luftdicht war die Aufbewahrungsdose offensichtlich nicht. Da ich aber keine Zeit mehr verlieren wollte, habe ich das vorhandene Material genutzt.

Wie gehabt, habe ich abgeklebt und den Gelcoat aufgetragen. Eine passende Waage habe ich noch immer nicht, sodass ich weiterhin nach Gefühl angemischt habe - was sicher nicht empfehlenswert ist! Dieses Mal habe ich versucht, nicht zu viel überschüssiges Material aufzutragen.

Das erste Auftragen von Gelcoat.
Das erste Auftragen von Gelcoat.

Leider fühlte sich das Ergebnis auch nach zwei Tagen noch nicht so richtig gut an. Irgendwie war der Gelcoat noch klebrig. Das kann nun am Alter des Materials oder an meiner Mischung liegen. Beim Entfernen des Klebebands und dem ersten Schleifen löst sich deutlich mehr als gewollt. Der Gelcoat haftete einfach nicht gut.

Ich habe das überschüssige Material grob abgeschliffen und erneut angerührt und erneut aufgetragen. Dieses Mal noch weniger, da die Macke schon ein gutes Stück gefüllt war. Und um es abzukürzen: Ich habe auch noch ein drittes Mal angerührt und aufgefüllt. Meine Ausbesserung sah von Mal zu Mal besser aus, aber das ungute Gefühl mit dem klebrigen Gelcoat blieb.

Nach dem ersten Schleifen des Gelcoats.
Nach dem ersten Schleifen des Gelcoats.
Nach dem zweiten Schleifen des Gelcoats.
Nach dem zweiten Schleifen des Gelcoats.
Nach dem dritten Auftragen des Gelcoats.
Nach dem dritten Auftragen des Gelcoats.

Eine vierte Runde würde es sicher nicht geben, denn beim dritten Anrühren und Auftragen habe ich den übrigen Härter verschüttet. Nun musste es also genügen.

Schließlich habe ich also ein letztes Mal geschliffen. Anschließend habe ich die Stelle mit Schleifpolitur behandelt und zum Abschluss noch etwas Bootspolitur aufgetragen. Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber doch sehr gut. Man muss schon genau hinsehen, um eine ehemalige Macke zu erkennen. Nun hoffe ich, dass es länger halt. Das ungute Gefühl des klebrigen Gelcoats bleibt.

Das Ergebnis der Steuerbord-Seite. An der dunklen Stelle ist das Epoxidharz zu sehen. Der Gelcoat war hier schon im Original sehr dünn. Die hellen Punkte kommen von ganz kleinen Unebenheiten, in denen sich Politur abgesetzt hat.
Das Ergebnis der Steuerbord-Seite. An der dunklen Stelle ist das Epoxidharz zu sehen. Der Gelcoat war hier schon im Original sehr dünn. Die hellen Punkte kommen von ganz kleinen Unebenheiten, in denen sich Politur abgesetzt hat.
Das Ergebnis der Backbord-Seite. Diese Seite ist richtig gut aus!
Das Ergebnis der Backbord-Seite. Diese Seite ist richtig gut aus!

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Ich rudere nicht nur, ich blogge auch darüber. Wenn ich nicht trainiere, habe ich nichts zu schreiben...